Wann sollten Sie mit Beikost beginnen? – Hier finden Sie wichtige Tipps!

Wann sollten Sie mit Beikost beginnen? – Hier finden Sie wichtige Tipps!

Viele Eltern sind unsicher, ab wann sie ihr Baby mit Beikost füttern sollen. Die Experten raten dazu, frühestens in der 17. Woche von Muttermilch oder Milchnahrung auf Babybrei umzustellen. Zum richtigen Zeitpunkt und zum Ernährungsplan finden Sie hier alle wichtigen Infos.

Der optimale Zeitpunkt für die Umstellung auf Beikost

Stillen tut Mutter und Kind gut, doch ab einem gewissen Alter des Babys ist der Zeitpunkt für Babykost gekommen. Zusätzlich zur Muttermilch kann Ihr Baby langsam Breimahlzeiten essen. Den ersten Brei sollten Sie aber auf keinen Fall zu früh nach der Schwangerschaft servieren. Die Ernährung stellt sich im ersten Lebensjahr nämlich erst mit der Zeit um, was unter anderem mit der Entwicklung des Darmes zusammenhängt.

Mindestens bis zum vierten Lebensmonat braucht Ihr Baby noch Muttermilch oder spezielle Premilch aus dem Fläschchen, die genau auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sind. Abhängig vom Entwicklungsstand können Sie auch erst im sechsten oder siebten Monat mit Brei beginnen – oder noch später. Wie lange ein Baby besser mit der Brust gestillt wird, ist von Kind zu Kind verschieden.

Abgesehen vom Alter gibt es noch andere Kriterien, die die Ernährung beeinflussen. Mütter, die das Stillen geniessen, warten mit der Umstellung gerne etwas länger. Das gilt besonders für diejenigen Mütter, die zu Beginn Schwierigkeiten mit dem Stillen haben. Die erste Beikost bedeutet für Mutter und Kind mehr Unabhängigkeit, die vielleicht noch nicht gewünscht ist. Das wissen auch die Ernährungswissenschaftler und lassen deshalb bei ihren Ratschlägen genügend Spielraum.

Die Kindergesundheit spielt ebenfalls eine Rolle, zudem müssen sich Babys an die neuen Geschmackseindrücke gewöhnen. Erst wenn die Zunge die nötige Beweglichkeit hat und Ihr Nachwuchs entwicklungstechnisch weit genug ist, sollten Sie mit dem Brei anfangen. Ein Infekt oder ein neuer Zahn beschäftigt das Kind, darum braucht es gerade jetzt nicht noch eine Veränderung beim Essen.

Nehmen Sie sich Zeit

Für den Breistart benötigen Sie Geduld, denn die typischen Reflexe sind hier nicht mehr gefragt. Für das Baby ist diese Veränderung beim Essen ein Lernprozess, darum sollten Sie eine ruhige Phase nutzen.

Kinder lernen gerne essen, wenn sie nicht gedrängt werden. Ein Ernährungsplan hilft Ihnen dabei, die Beikost allmählich einzuführen. Das funktioniert fast wie ein Lernspiel. Ein paar kleine Löffel Brei süssliches Gemüse wie Kürbis oder Möhre eignen sich hervorragend zum Üben. Wenn es nicht sofort klappt, versuchen Sie es am nächsten Tag erneut. Die Lernfreude darf nicht zu kurz kommen, sonst wird es schwierig. Wenn Ihr Kind den Mund fest schliesst oder sich wegdreht, sollten Sie also keine Tricks anwenden, sondern den nächsten Versuch auf morgen verschieben.

Will Ihr Kind partout nichts vom Löffel probieren, ist das eine schwierige Situation. Sie kennen bestimmt zahlreiche Bilder von Eltern die erfolglos mit dem Löffelchen vor ihrem Baby sitzen, Kind und Elternteil zugekleistert mit Brei. Dann heisst es unbedingt Ruhe bewahren und nichts erzwingen: Normalerweise ist es nämlich überhaupt kein Problem wenn Kinder erst später mit Babybrei als Beikost beginnen als der Durchschnitt. Einige Kinder überspringen die Babybrei Phase sogar ganz und steigen nach einem Jahr quasi direkt von Muttermilch auf feste Nahrung um. Vielleicht ist es für Ihr Baby einfach noch zu früh, um die Umstellung der Säuglingsnahrung von Milch auf Gemüsebrei zu machen. Falls Sie sich unsicher fühlen, sollten Sie eine professionelle Ernährungsberatung in Betracht ziehen.

Ernährungsplan für Beikost

Für ein gesundes Immunsystem braucht Ihr Baby spätestens ab dem siebten Lebensmonat Vitamine. Diese bekommt es zunächst durch Gemüsebrei, später durch Beikost mit Fleisch, Kartoffeln und Gemüse und nach weiteren Wochen durch Milch-Getreide-Mischungen und Brei mit Obst und Getreide. Nach einer gewissen Zeit dürfen die Babys sogar Früchte, weiche Nudeln oder Kartoffelbrei vom Familientisch verspeisen, wenn sie Lust darauf haben. Mit babygerechtem Fingerfood kann das Kind selbst hantieren, was sein Interesse an fester Nahrung weckt.

Der folgende Plan zeigt Ihnen, wie das Essen in den ersten Monaten aussehen kann.

  • Erster bis vierter Monat: Stillen stärkt das Immunsystem und senkt zugleich das Allergierisiko. Falls Sie Probleme damit haben, können Sie auf spezielle Milchnahrung zurückgreifen, die ebenfalls alle wichtigen Vitalstoffe enthält.
     
  • Fünfter bis siebter Monat: Die Zeit für Beikost beginnt. Ihr Kind braucht mehr Energie- und Nährstoffe. Bio Gemüsebrei, eventuell auch mit püriertem Fleisch, geben Sie ihm am besten mittags, damit der Brei noch vor dem Schlafengehen verdaut wird.
     
  • Sechster bis achter Monat: Nach der Gewöhnung an die erste Beikost starten Sie mit einer neuen Mahlzeit, dem Milch-Getreide-Brei. Dieser ersetzt typischerweise die abendliche Milchmahlzeit. Gleichzeitig steigt der Flüssigkeitsbedarf, Ihr Baby sollte also etwas mehr Wasser trinken.
     
  • Siebter bis neunter Monat: Nun geben Sie Ihrem Kind einen vitaminreichen Bio Brei mit Getreide und Frucht als Zwischenmahlzeit am Vor- oder Nachmittag.
     
  • Etwa im zehnten Monat möchten die Kinder gerne feste Speisen essen. Laut Baby-Ernährungsplan ist das ein guter Zeitpunkt, um den Brei allmählich durch normale Nahrung zu ersetzen.

Wo Sie Ernährungspläne und fachkundige Unterstützung finden

Mit Ihren Fragen zur richtigen Ernährung und bei Problemen beim Beikoststart können Sie sich an erfahrene Fachleute wenden. Zu den wichtigsten Anlaufstellen gehört natürlich der Kinderarzt. Die richtige, ausgewogene Ernährung ist aber bekanntlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Heute bevorzugen viele Familien darum eine weiterführende Beratung über die Ernährung, als ein Kinderarzt bieten kann. Eine einfache Ernährungsberatung bei einem Profi ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, um sich selbst und sein Kind besser kennenzulernen.

Professionelle Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater finden Sie in allen grösseren Schweizer Städten. Buchen Sie Ihren Termin aber besser einige Wochen im Vorraus, – das neue Gesundheitsbewusstsein der Schweizer füllt nicht nur die Bio Läden, sondern auch die Praxen der Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater.

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Auch bei der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung SGE erhalten Sie kompetente Unterstützung. Es handelt sich um einen Verein der in Kooperation mit verschiedenen Bundesämtern das Ziel verfolgt die Schweizer Bevölkerung aufzuklären, über alle Fragen einer gesunden Ernährung mit aktuellen, wissenschaftlich gesicherten und ausgewogenen Massnahmen der Ernährungsinformation, -erziehung und -ausbildung.

Wertvolle Informationen über Beikoststart und Ernährung von Säuglingen und Babys erhalten Sie auf der vom Bund im Rahmen des «Aktionsplans für gesunden Genuss» betriebenen Website www.kinderandentisch.ch. In Elternzeitschriften finden Sie ebenfalls nützliche Hilfestellungen zum Thema Beikost für Babys. Zudem können Sie sich in den vielen Online-Foren mit anderen Eltern über die Ernährung Ihres Kindes austauschen.

Beikost selbst zubereiten

Wenn Sie den Babybrei selbst kochen, wissen Sie genau, welche Zutaten sich darin befinden. Diese Sicherheit gibt Ihnen ein gutes Gefühl. Ausserdem lässt sich leichter herausfinden, ob Ihr Baby eventuell eine Allergie hat. Die Zubereitung ist relativ unkompliziert: Dünsten, pürieren und mit ein bisschen Öl verrühren – fertig ist die Beikost. Einen gewissen Zeitaufwand sollten Sie dafür einkalkulieren.
Wichtige Tipps zum Selberkochen:

  • Verwenden Sie frische Zutaten, am besten Bio,
  • achten Sie auf einen geringen Nitratgehalt bei Gemüse,
  • selbst gekochte Beikost für Säuglinge hält sich höchstens 24 Stunden im Kühlschrank, Brei für Kinder ab einem halben Jahr hält höchstens drei Tage,
  • wenn Sie die Beikost auf Vorrat kochen, frieren Sie sie am besten in kleinen Portionen ein,
  • vom zweiten Erwärmen wird abgeraten (vermehrte Keimbildung, weniger Vitamine).

Beikost aus dem Geschäft

Es gibt hochwertigen Bio Brei, mit dem Sie sich die Arbeit des Selberkochens ersparen. Dafür sind diese Baby-Lebensmittel teurer. Die Einhaltung der strengen Richtlinien für die Produktion von Babynahrung sorgt für eine sichere, schadstofffreie Qualität. Sie brauchen die Gläschen also nur noch aufzuwärmen. Gerade auf Reisen sind die Brei-Gläschen sehr praktisch.
Achten Sie bei der Auswahl der Babykost auf naturbelassene Qualität und die Zusammensetzung der Zusatzstoffe. Salz, Süssungsmittel und Aromen sind für Babynahrung unnötig und beeinflussen die feinen Geschmacksnerven sehr stark.
Es ist sinnvoll, das Baby nicht mit zu vielen Reizen zu überschwemmen, und nur einige wenige Sorten auszuwählen. Dabei sollten Sie die Inhaltsstoffe der Bio-Beikost genau prüfen und sich an den Empfehlungen für die Ernährung Ihres Babys orientieren.

Was ist besser: selber kochen oder einfach kaufen?

Beikost selber kochen ist besonders sicher aber aufwendiger, die Fertig-Babykost einkaufen und aufwärmen haben Sie schneller erledigt, dafür kostet es mehr. Die meisten Schweizer Eltern kombinieren beide Varianten miteinander. Wenn etwas mehr Zeit ist, können Sie den Brei selbst zubereiten, und im hektischen Alltag darf es dann auch einmal das fertige Gläschen mit Karotte oder Früchten sein.

Mit Hilfsmitteln wie Pürierstab, Mixer und Dampfgarer erleichtern Sie sich die Zubereitung zuhause. Doch der Aufwand lohnt sich meistens nur, wenn Sie den Brei gleich für mehrere Tage vorkochen und den Vorrat einfrieren. Ein schlechtes Gewissen brauchen Sie jedenfalls nicht zu haben, wenn Sie zu gekauften Bio Produkten greifen.

FAQ

  • Welche Zeichen deuten darauf hin, dass Sie mit der Beikost beginnen können?

    Es gibt einige deutliche Anzeichen, die darauf hinweisen, dass bei Ihrem Baby die Zeit für Beikost beginnt. Wenn es auf der Waage kaum noch ein Gramm zunimmt, sollten Sie über eine Ergänzung der Nahrung nachdenken. Diese Zeit des Übergangs wird auch von äusseren Signalen gekennzeichnet: Ihr Kind kann ohne Abstützen sein Köpfchen aufrecht halten und es sieht Ihnen genau zu, wie Sie sich beim Essen verhalten – mit den Händchen im Mund ahmt es Ihre Bewegungen nach.
     
  • Was ist beim Beikoststart zu beachten?

    Ob Sie Gemüse oder Früchte als Beikost geben, zunächst muss es Ihrem Baby gelingen, die Motorik richtig zu kontrollieren. Mund, Zungenbewegungen und Schluckreflex sind hier zu koordinieren. Gleichzeitig sind da noch der Löffel und der Brei selbst. Es kann bis zu zwei Wochen dauern, bis Ihr Baby die Grundtechnik begreift und bewältigt. Mit einem speziellen Babylöffel wird der Start etwas einfacher.
     
  • Wo gibt es Rezepte und Ernährungspläne für Beikost?

    Ein Grundrezept für alle Babybreis finden sie hier. Einfache Rezepte für Beikost und andere Speisen für Babys finden Sie online, in Elternmagazinen und beim Ernährungsberater. Auch der Kinderarzt und die Informationsstellen für Familien können Ihnen Tipps geben. In einer gut sortierten Buchhandlung gibt es Kochbücher für jeden Bedarf, sodass Sie hier ebenfalls fündig werden.

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