Schwanger werden und Kinderwunsch erfüllen: Achten Sie auf diese Tipps um schnell schwanger zu werden

Schwanger werden und Kinderwunsch erfüllen: Achten Sie auf diese Tipps um schnell schwanger zu werden

Wollen Sie schneller schwanger werden? Vielleicht probieren Sie es ja auch bereits, aber es will bisher mit dem Kinderwunsch noch nicht klappen? – Dann lesen Sie jetzt genau mit. Die gute Nachricht und das Einfachste zuerst: Haben Sie Sex! – Regelmässig. Das heisst mind. jede Woche oder öfter und vor allem während der Ovulationsphase, zwei bis drei Tage vor dem Eisprung der Frau, bis zum Tag des Eisprung selbst.

Übertreiben Sie es aber nicht unmittelbar vor den fruchtbaren Tagen. Drei bis vier Tage sexuelle Enthaltsamkeit können da Wunder wirken und erhöhen die Spermienanzahl und Spermienqualität des Mannes. Sorry liebe Männer: Auch Selbstbefriedigung ist für Sie in den Tagen vor dem Eisprung tabu. Zumindest, wenn Sie mit einer bewussten Planung den Kinderwunsch und die Geburt eines Babys unterstützen wollen.

Der richtige Zeitpunkt um schwanger zu werden

Familienplanung, Kinderwunsch und schwanger werden sind nicht allein eine Sache des Gefühls, auch biologisches Grundwissen rund um das Thema Eisprung und die damit verbundenen fruchtbaren Tage sind hilfreich für eine erfolgreiche Schwangerschaft und um den eigenen Kinderwunsch mit einem gesunden Baby zu erfüllen.

Es geht hierbei nicht nur um die Häufigkeit der sexuellen Aktivität, sondern Monat für Monat um den besten Moment im Zyklus, vor allem in Hinblick auf die Befruchtungszeit der Eizelle. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Zeitpunkt für den Eisprung zu bestimmen, die jeweils Vor- und Nachteile mit sich bringen:

  • Temperaturmessung

    Die Bereitschaft des Körpers schwanger zu werden lässt sich zeitlich mit dem Messen der Körpertemperatur bestimmen. Dies wird von Frauen immer morgens unmittelbar vor dem Aufstehen durchgeführt und in einen Kalender zur Feststellung des Eisprungs eingetragen. In der ersten Zyklushälfte eines Monats liegt die Basaltemperatur bei ungefähr 36,5 Grad Celsius. Kurz nach dem Eisprung erhöht sie sich um circa 0,3-0,5 Grad Celsius und bleibt so bis zum Eintreffen der folgenden Menstruation.

    Die Temperaturmethode gilt als maximal 50 bis 70 Prozent zuverlässig beim Wunsch schwanger zu werden und ist für sich allein genommen entsprechend ungenau bei der Bestimmung der fruchtbaren Tage.
     
  • Beobachtung des Zervixschleims

    Während des Zyklus zeigen sich Veränderungen am Schleim, dessen natürliche Bildung im Gebärmutterhals stattfindet. Die Beschaffenheit ändert sich in jedem Monat während des Zyklusverlaufs und wechselt von zäh bis hin zu weitgehend flüssig. Der Eisprung ist verbunden mit einer Konsistenz des Schleims, die sehr schnell in den festeren Zustand wechselt. Auch ein Verschwinden des Zervixschleims ist im Laufe der Tage möglich.

    Als alleiniges Erkennungsmerkmal für die fruchtbaren Tage ist die Methode nicht sehr aussagekräftig. In Kombination mit der Temperaturmethode gilt sie als zuverlässiger beim Versuch schwanger zu werden.
     
  • Hormoncomputer

    Die kleinen Geräte werten bei Frauen mit Kinderwunsch Teststreifen aus, die jeweils in den morgendlichen Urin gehalten werden. Das sogenannte Luteinisierungshormon (LH) hat unmittelbar vor dem Eisprung seine höchste Konzentration und gibt relativ verlässlich Auskunft über die fruchtbarsten Tage.

    Die Messgenauigkeit von einem solchen Ovulationstest (Eisprungtest) liegt bei 90 bis 100 Prozent, allerdings können aktuelle Erkrankungen, Alkohol oder die Einnahme von Medikamenten das Ergebnis verfälschen und die Chance schwanger zu werden somit erschweren.

Wer einen Kinderwunsch hat und die fruchtbaren Tage berechnet hat, sollte nach Möglichkeit in jedem Monat in den Tagen um den Eisprung herum Sex haben. Die Eizelle der Frau ist nämlich nur 12 bis 24 Stunden lang fähig zur Befruchtung. Die Eizelle ist jedoch nicht allein entscheidend, sondern auch die Spermien. Spermien können wenigstens fünf Tage in der Gebärmutter überdauern. Regelmässiger Sex ist somit in dieser Zeitspanne besonders hilfreich für den Kinderwunsch und die Geburt eines zukünftiges Babys.

Gleitgel kann ausserdem einen problematischen Einfluss auf das Scheidenmilieu von Frauen haben. Ein Verzicht auf Gleitmittel während der fruchtbarsten Tage ist deshalb sicher nicht verkehrt.

Risiken und Einschränkungen beim Wunsch schwanger zu werden

Auch bei einem starken Kinderwunsch, regelmässigem Sex und einer Berechnung der fruchtbaren Tage sind eine erfüllte Schwangerschaft und ein Baby nicht garantiert.

Der Zeitpunkt zwischen dem aktiven Bemühen und dem Erfolg kann sehr unterschiedlich ausfallen. Junge Frauen bis zu einem Alter von etwa 25 Jahren haben statistisch betrachtet eine Erfolgsquote von annähernd 30 Prozent in jedem Zyklus schwanger zu werden. In den meisten Fällen klappt es in einer Partnerschaft junger werdender Eltern mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent, innerhalb von einem halben Jahr ein Kind zu zeugen und schwanger zu werden. Voraussetzung hierfür ist die Berücksichtigung des Eisprungs beziehungsweise der fruchtbarsten Zeiten. Auch die Gesundheit beider Eltern sollte in Ordnung sein und Verhütungsmittel wie die Pille beizeiten abgesetzt worden sein.

Ab dem 35. Lebensjahr wird die Chance für eine Schwangerschaft von Jahr zu Jahr geringer.

Ab dem 40. Lebensjahr liegt sie bei etwa zehn Prozent pro Jahr, ab einem Alter von 44 Jahren bei maximal drei Prozent.

Viele Frauen stellen sich die Frage, ob die jahrelange Einnahme eines Verhütungsmittels oder eine vorangegangene Fehlgeburt beziehungsweise eine Ausschabung einen Einfluss auf eine gewünschte Schwangerschaft haben können. Aus medizinischer Hinsicht gibt es in der Regel keine Beeinträchtigungen für eine geplante Schwangerschaft und Geburt, auch nicht in Hinblick auf eine Wartezeit.

Wenn es bei einem bestehenden Kinderwunsch auch nach einem Jahr nicht gelingt schwanger zu werden, kann ein Besuch beim Frauenarzt hilfreich sein, um eine eventuelle Erkrankung, ein Problem mit den Spermien des Mannes oder eine mögliche Infektion mit Chlamydien auszuschliessen. Mitunter ist es nur eine gut behandelbare Kleinigkeit, die sich auf die Gesundheit oder den Zyklus auswirkt und daran hindert, schwanger zu werden.

Der Frauenarzt wird auch die Einnahme von Folsäure (Vitamin B9) empfehlen. Es dient der Vermeidung von Schädigungen des ungeborenen Kindes. Studien haben ergeben, dass den sogenannten Neuralrohrdefekten sowie der Problematik eines offenen Rückens (Spina bifida) beim Baby sehr gut vorgebeugt werden kann.

Die Einnahme von Folsäure ist nicht nur sinnvoll, wenn man bereits schwanger ist, sondern bereits bei einem Kinderwunsch und nach Absetzen des Verhütungsmittels. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass der Embryo bereits von Anfang an genügend mit dem Vitamin versorgt ist, da es einige Zeit braucht, bis ein ausreichender Folsäurespiegel im Körper aufgebaut ist.

Schwangerschaft in höherem Lebensalter

Frauen in einem höheren Lebensalter, vor allem jenseits von 40 Jahren, haben eine deutlich grössere Problematik schwanger zu werden. Hier ist es besonders wichtig, den Kinderwunsch und die geplante Schwangerschaft auf den Monatszyklus und den Eisprung auszurichten. Der Grund für die Abnahme der Fruchtbarkeit hängt mit der Produktion der Eizellen zusammen. Mit jedem Lebensjahr wird die Anzahl der Eizellen, die in den Eierstöcken bleiben, weniger. Die Menstruationszyklen werden jenseits der 40 kürzer, auch die Periode wird seltener, bis sie in der Menopause ganz aufhört und es unmöglich macht, schwanger zu werden.

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass sich die Fruchtbarkeit einer Frau sukzessive verringert, je älter sie wird.

  • 30 bis 34 Jahre: 92 Prozent
  • 35 bis 39 Jahre: 85 Prozent
  • 40 bis 44 Jahre: 68 Prozent
  • 45 bis 49 Jahre: 31 Prozent
  • über 50 Jahre: geringer als 1 Prozent

Auch die Risiken für die Gesundheit des Babys und für die individuelle Gesundheit der Frau werden bei einer Schwangerschaft mit zunehmendem Lebensalter grösser. Hierzu zählen beispielsweise Frühgeburten, Behinderungen und Präeklampsie, die bei schwangeren Frauen über 40 häufiger auftreten. Schwanger werden ist entsprechend risikoreicher und die Schwangerschaft sollte engmaschiger von einem Frauenarzt begleitet werden. Er wird ebenso darauf hinweisen, inwieweit der Kinderwunsch im bestehenden Alter die Gesundheit beeinflusst oder für das Kind problematisch sein kann.

Auch bei der Geburtsvorbereitung und der Geburt selbst gilt es umsichtig zu sein, weil Komplikationen bei der Entbindung öfter vorkommen können und in dem Fall ein Risiko für die Gesundheit von Mutter und Baby darstellen.

Einer der Hauptrisikofaktoren bei unerfülltem Kinderwunsch bleibt also ein erhöhtes Lebensalter. Bestehen Unsicherheiten, ob Sie einem höheren Risiko ausgesetzt sind bei einer Schwangerschaft?

Damit sich Ihr Kinderwunsch erfüllen kann sollten Sie nicht länger warten, sondern besser heute als morgen bei einem Frauenarzt Ihre persönlichen Risiken abklären lassen. Qualifizierte Gynäkologen finden Sie hier auf Local Families:

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Stress und Druck vermeiden

Für viele Frauen, die gerne schwanger werden wollen und sich sehr auf ein Baby freuen, sind die Erwartungen mit viel Stress verbunden. Sie warten auf den Eisprung, machen mehrmals einen Schwangerschaftstest, um den Erfolg zu prüfen und setzen sich sehr unter Erfolgsdruck. Es ist wesentlich, sich selbst zu vertrauen und sich Zeit zu lassen. Wer zu sehr auf ein Baby fokussiert ist und die Planung unter einen Leistungsmodus setzt, wird die Chancen schwanger zu werden, verringern.

Wenn der Leidensdruck zu gross wird, berät der Frauenarzt gerne über Möglichkeiten zur künstlichen Befruchtung.

Auch ein realistischer Blick auf die Schwangerschaft ist wesentlich. Es existieren zahlreiche Mythen, angefangen von seltsamen Sexstellungen zur Geschlechtsbestimmung des Babys bin hin zur Annahme, die spätere Musikalität des Kindes werde durch die Musikauswahl während der Schwangerschaft begründet. Nichts davon ist wahr, es handelt sich lediglich um überlieferte Legenden, die wissenschaftlichen Untersuchungen nicht standhalten.

Während der Schwangerschaft selbst kommt es ebenfalls bei vielen Frauen zu Stress und Überforderung. Schwanger sein sollte nicht kompliziert werden, sondern verbunden sein mit Vorfreude und möglichst viel Ausgeglichenheit. Schwangerschaftssport, wie z.B. Schwangerschaftsyoga, das mittlerweile vom Grossteil aller Schweizer Yoga-Studios angeboten wird, und bei Bedarf ein Entspannungsverfahren gelten als hilfreich beim Vermeiden von zu vielen anstrengenden Faktoren.

Wer sich schnell überfordert fühlt, kann davon profitieren, Dinge des Alltags häufiger zu delegieren, um sich mehr auf sich selbst und das Baby zu konzentrieren. So sollten Sie z.B. nicht auch noch in Stress kommen um eine eigene «Baby-Shower» zu organisieren. Das können Sie getrost Ihren Freundinnen und Freunden überlassen. Das Umfeld ist normalerweise sehr verständnissvoll gegenüber Schwangeren und nimmt Ihnen gerne etwas ab.

Unerwartet schwanger

Nicht jede Schwangerschaft entsteht durch aktives und geplantes Bemühen. Immer wieder kommt es vor, dass Frauen trotz bestehender Periode oder eingenommener Pille unerwartet schwanger werden und, angesichts der weiteren Zukunft, entsprechend verunsichert sind. Es entsteht eine Vielzahl an Fragen, angefangen von den persönlichen vorhandenen Ressourcen bis hin zur Überlegung, ob der Zeitpunkt für ein Baby überhaupt passend ist. Die neue Lebenssituation kann zu erheblichen Verunsicherungen führen. Fragen zur finanziellen Sicherheit können die Schwangere ebenso belasten wie die möglichen Auswirkungen auf das Beziehungsleben.

Es ist entscheidend, dass alle Ängste und Unsicherheiten zugelassen und akzeptiert werden. Dazu gehören auch vermeintlich „negative“ Gefühle und das Erleben von heftiger Abwehr. Eine unerwartete Schwangerschaft wird zuweilen als Konflikt erlebt, der mit der Frage verbunden ist, ob die Verantwortung für ein Kind bewältigt werden kann. An diesem Punkt ist eine Beratung für viele Frauen sehr hilfreich. Hierzu bieten sich beispielsweise Familienberatungsstellen oder entsprechende Hilfevereine an, die – vielfach auch kostenfrei – den Frauen zur Seite stehen.

FAQ

Welche Ursachen könnten Grund dafür sein, wenn eine Frau nicht schwanger wird?

  • Spermien (Qualität, Beweglichkeit, Menge)
  • hormonelle Störungen
  • übermässiger Stress
  • erhebliches Übergewicht
  • Endometriose (Wucherung der Gebärmutterschleimhaut)
  • Medikamenteneinnahme

Was ist hilfreich, um schwanger zu werden?

  • entspannt bleiben und Leistungsdruck vermeiden
  • Zyklus beobachten und Eisprung kontrollieren
  • gesunde und ausgewogene Ernährung beachten
  • kein Nikotin, kein Alkohol, keine Drogen (ohne Ausnahme)
  • regelmässige Bewegung/ Sport berücksichtigen

Welche Fehler lassen sich während der Schwangerschaft vermeiden?

  • Medikamenteneinnahme ohne ärztliche Rücksprache
  • Flugreisen bei einer Risikoschwangerschaft
  • Ausüben von risikoreichen Sportarten
  • intensiver Umgang mit Katzen (Toxoplasmose-Risiko)
  • Alkohol, Nikotin und Drogen jeglicher Art
  • Übermass an Koffein (maximal zwei Tassen Kaffee täglich)

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