Kinderkrippe: Die 13 wichtigsten Punkte bei der Krippenwahl

Kinderkrippe: Die 13 wichtigsten Punkte bei der Krippenwahl

In der Schweiz ist es abhängig vom Wohnort nicht immer leicht, für Ihr Kind einen Platz in einer Krippe zu finden. Teilweise sind die Betreuungsplätze eingeschränkt, vor allem für Kleinkinder. Hier finden Sie diverse Informationen zur Suche nach der idealen Kinderkrippe und auch zu den detaillierten Bedingungen und Tarifen.

 

1. Der Standort der Krippe

Die erste Suche orientiert sich nach der Frage, wo sich die Kinderkrippe befindet. In einigen Regionen kann es schwierig werden, freie Plätze zu finden, während andere bessere Chancen bieten. In Städten wie Zürich, Bern und Basel gibt es recht viele Krippen, sodass Ihre Chancen auf einen Krippenplatz hier sehr gut aussehen – wenn Sie Ihre Krippe frühzeitig aussuchen.

Für Kindergartenkinder und Spielgruppenkinder besteht hingegen ein Mangel an Betreuungsplätzen und privaten Anbietern, denn viele Krippen gehören zu den öffentlichen Schulen. Die geografische Lage ist ein wesentliches Entscheidungsmerkmal. Im Bestfall können Sie Ihr Kind auf Ihrem Weg zur Arbeit bei der Kinderkrippe absetzen und auf dem Rückweg wieder abholen. Der Standort alleine sollte jedoch nicht den Ausschlag geben.

2. Die Öffnungszeiten

Ein Grossteil der Kinderkrippen ist ganztags geöffnet, von 7:00 oder 8:00 Uhr bis 18:00 oder 18:30 Uhr. In Grossstädten können Sie einige Krippen finden, die sogar noch länger geöffnet haben und zudem eine Nacht- oder Wochenendbetreuung offerieren. Abgesehen von den gesetzlichen Feiertagen bleiben die meisten Einrichtungen im Sommer zwei Wochen geschlossen. Der Blick auf die Öffnungszeiten zeigt Ihnen, ob die Kinderkrippe zu Ihrem Lebensrhythmus passt. Auch der Umgang mit Verspätungen von Vater oder Mutter sollte geklärt werden. Eine zeitliche Umstellung darf keine zu grossen Probleme verursachen. Wenn sich beispielsweise ein Geschwisterchen ankündigt oder ein Elternteil wieder mehr Stunden arbeitet, kommt es auf die Flexibilität der Verantwortlichen an.

3. Was hat die Krippe zu bieten?

Bei der Kinderkrippe handelt es sich um eine Kombination aus Beaufsichtigung und Frühförderung. Machen Sie sich auf jeden Fall einen Eindruck über Ausstattung und Räume der Krippe – Ihr Kind wird darin mehr Zeit verbringen als Sie. Das Personal hat eine pädagogische Ausbildung absolviert und weiss mit den Bedürfnissen und Eigenarten der Kinder umzugehen. Sie können sich also nicht nur auf den professionellen Hütedienst verlassen, sondern Ihr Nachwuchs erhält auch eine Förderung der sozialen Entwicklung. Häufig orientieren sich die Kindertagesstätten an einem bestimmten pädagogischen Konzept, das sozusagen die Grundlage des Alltags in der Kita darstellt.

4. Das pädagogische Konzept

Gute Krippen bieten eine lange Eingewöhnungsphase und halten eine Vielzahl von Spielmöglichkeiten bereit. Für die Entwicklung der Kinder sind die Einrichtungen mit schönen Schlafplätzen, ausreichend Platz und kindgerechten Möbeln ausgerüstet. Ausserdem streben die Erzieherinnen danach, die sinnliche Wahrnehmung, die Neugier und die Motorik zu fördern. Die frühkindliche Erziehung ist deshalb ein wichtiger Faktor, auch für die spätere Bildung der Kinder. Sie kann auf der Basis von verschiedenen pädagogischen Konzepten funktionieren, beispielsweise:

  • Montessori,
  • Reggio-Pädagogik,
  • Rudolf-Steiner-Schule (Waldorf)

In vielen Krippen vermischen sich diese Konzepte, sodass der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Gruppen oft das Hauptmerkmal ist. Das offene Konzept gilt als modern und zukunftsweisend, während sich das geschlossene Konzept vor allem für schüchterne, unsichere Kinder anbietet, da hier der Tagesablauf stärker geregelt ist. Informieren Sie sich bei Unsicherheiten hierüber bei einer Erziehungsberatung.

5. Wie läuft der Tag in der Kita ab?

Der Tagesablauf beginnt für die Kleinen, die schon am frühen Morgen zur Kita gebracht werden, mit dem Frühstück. Danach ist Freizeit zum Spielen und für die Ankunft der weiteren Kinder. Nach gemeinsamen Kreisspielen und betreuten Gruppenaktivitäten ist Zeit fürs Mittagessen. Die kleineren Kinder machen danach ihren Mittagsschlaf, die grösseren sollten zumindest Mittagsruhe halten. Nachmittags folgen weitere geführte Aktivitäten sowie freies Spiel. Für die Kinder mit Halbtagsbetreuung gelten meistens feste Zeiten zum Bringen und Abholen, damit es nicht zu viele Störungen gibt. Ausserdem stellen gute Kinderkrippen eigene Schlafzimmer für Babys bereit.

6. Wer ist für die Kinderbetreuung verantwortlich?

Die Qualität der Einrichtung erkennen Sie daran, wie viele Kinder von jeder Vollzeitkraft betreut werden. Mehr als 15 Kinder pro Erzieherin bzw. Gruppenleiterin sollten es nicht sein. Zu den Erzieherinnen können auch Praktikantinnen und Assistenzpersonal die Kleinen mit betreuen. Im Optimalfall beschäftigen sich zwei ausgebildete Erzieherinnen mit maximal 30 Kindern und erhalten dabei noch Unterstützung durch Zusatzpersonal:

  • Praktikanten, Lernende und gegebenenfalls Zivildienstleistende,
  • Assistenzpersonal ohne abgeschlossene pädagogische Qualifikation.

Sowohl die Betreuer mit abgeschlossener Ausbildung als auch die assistierenden Personen sollten liebevoll mit den Kleinen umgehen und immer aufmerksam sein.

7. Wer ist für die Mahlzeiten verantwortlich?

Bei einigen Kinderkrippen ist eine Küche integriert, in der angestelltes Küchenpersonal das Essen zubereitet. Eher selten kümmert sich das Betreuungspersonal um die Mahlzeiten. Hier dürfen die grösseren Kinder gelegentlich mithelfen. Andere Krippen beauftragen einen Catering-Betrieb mit der Lieferung von kindgerechtem Essen. Für Sie als Eltern ist vor allem die ausgewogene, gesunde Ernährung wichtig. Darum lohnt es sich, einen Blick auf den Speiseplan der Kita zu werfen.

8. Wie finden Sie einen Krippenplatz?

Viele Kinderkrippen finden Sie direkt hier. Für einen Krippenplatz in der Schweiz können Sie sich an den kibesuisse wenden, der sämtliche Krippen aufführt. Direkt in Ihrer Gemeinde können Sie ebenfalls Unterstützung finden. Wenn Sie schon für Ihr Baby auf die Suche gehen, sollten Sie möglichst früh damit beginnen, denn diese Betreuungsplätze sind selten und besonders gefragt. Auch das Gespräch mit anderen Eltern hilft Ihnen bei der gezielten Kita-Suche.

Krippenplätze sind äusserst gefragt und es gibt in der Schweiz, vor allem in den Städten, noch immer zuwenige um der hohen Nachfrage nachzukommen. Wartezeiten von bis zu einem Jahr und mehr sind keine Seltenheit. Bereits früh mit der Krippensuche zu beginnen, ist deshalb unumgänglich.

Hier auf Local Families führen wir ebenfalls eines der grössten Krippenverzeichnisse der Schweiz. Mit den Tipps aus diesem Beitrag finden Sie ohne weitere Verzögerungen und Umstände gleich hier eine familienfreundliche Kinderkrippe in Ihrer Umgebung, die Sie am besten gleich für eine Besichtigung kontaktieren:

Familienfreundliche Kinderkrippe in Ihrer Umgebung

Kinderkrippe Windr├Ądli

Kinderkrippe Windr├Ądli in Z├╝rich

Kita Zauberburg

Kita Zauberburg in Z├╝rich

Kinderkrippe Schmiedhof GmbH

Kinderkrippe Schmiedhof GmbH in Z├╝rich

Kinderhaus Quelle GmbH

Kinderhaus Quelle GmbH in Z├╝rich

Kinderkrippe und Hort s' Inseli

Kinderkrippe und Hort s' Inseli in Z├╝rich

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7 Bears

7 Bears in Z├╝rich

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Villa Kunterbunt

Villa Kunterbunt in Z├╝rich

Irchelkrippe

Irchelkrippe in Z├╝rich

Kita Tandem Stampfenbach

Kita Tandem Stampfenbach in Z├╝rich

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Kinderkrippe Zwergenburg Administration und Verwaltung

Kinderkrippe Zwergenburg Administration und Verwaltung in Z├╝rich

Bambina

Bambina in Z├╝rich

Kinderkrippe Rachel

Kinderkrippe Rachel in Z├╝rich

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9. Wie läuft das Aufnahmeverfahren ab?

Um die Kita kennenzulernen, ist eine Terminabsprache sinnvoll. Im Gespräch erfahren Sie alles über die Arbeitsweise der Erzieherinnen, die direkt mit dem pädagogischen Konzept zusammenhängt. Auch die Aufnahmebedingungen kommen hier zur Sprache. Viel Kinderkrippen organisieren ein- oder zweimal im Jahr einen Tag der offenen Tür. Wenn die Krippe noch Kapazitäten hat, können die Verantwortlichen sofort einen Betreuungsvertrag aufsetzen. Andernfalls kommen Sie auf eine Warteliste. Die Eingewöhnungszeit hilft Ihrem Kind, die neuen Bezugspersonen kennenzulernen, sodass es sich gleich wohlfühlt.

10. Wie unterscheidet sich die Krippe vom Hort?

Eine Kinderkrippe ist eine familienergänzende Betreuung. Hierher kommen Vorschulkinder, die mindestens drei Monate alt sind, bis sie in den Kindergarten eintreten. Im Gegensatz dazu ist der Kinderhort eine Betreuung, die ausschliesslich für Kindergarten- und Schulkinder angeboten wird. Hierbei handelt es sich also um ein schulergänzendes Betreuungsangebot.

11. Welche Trägerschaft ist zuständig?

Bei den Kinderkrippen sind verschiedene Trägerschaften möglich. Das sind:

  • öffentliche Einrichtungen, finanziert durch die Gemeinde,
  • Kitas, angeschlossen an ein Unternehmen,
  • private Krippen.

Die privaten Kitas erhalten abhängig von der Gemeinde Finanzmittel aus öffentlicher Hand oder sie müssen sich ohne Subventionen selbst finanzieren. Durch die verschiedenen Trägerschaften und Finanzierungen lassen sich die unterschiedlichen Krippentarife der privaten und öffentlichen Angebote erklären. Teilweise werden die Betreuungsplätze subventioniert. Darum lohnt es sich, schon bei der Wohnortsuche auf die Betreuungseinrichtungen vor Ort zu achten.

12. Was kostet der Krippenplatz?

Die Tarife für die Betreuung können sich stark unterscheiden. Bei der Mitfinanzierung der Krippen durch die Gemeinde oder ein Unternehmen sind die Kosten oft einkommensabhängig. Ohne eine solche Subvention müssen Sie hingegen die gesamten Kosten tragen. Für Kinder, die noch keine eineinhalb Jahre alt sind, sind die Betreuungstarife teurer, denn der Aufwand ist grösser als bei grösseren Kindern. Zudem kann eine Einschreibegebühr fällig werden, die Sie auch dann bezahlen müssen, wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt vom Vertrag zurücktreten. Durch die Einsicht in einen Mustervertrag können Sie die Konditionen von mehreren Kinderkrippen miteinander vergleichen.

13. Welche Unterstützung bietet der Staat?

Abhängig von Gemeinde, Kanton und Ihrem Status steht Ihnen eventuell eine finanzielle Unterstützung zu. Gerade für Familien mit geringen Mitteln ist die Belastung teilweise recht hoch. In einigen Gemeinden können Sie eventuell vergünstigte Krippenplätze erhalten. Das ist unter anderem in der Stadt Zürich der Fall. Hier erhalten inzwischen fast alle Berechtigten subventionierte Plätze. Das bedeutet, dass die Unterstützung nicht bei den Krippen selbst landet, sondern bei den berechtigten Eltern. So konnten bereits viele neue Kita-Plätze entstehen.

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